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Dr. Klaus-Uwe Gerhardt

Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 185, Offenbach

Persönliches Statement:

Hartz IV ist keine Erfolgsgeschichte geworden.

Seit Herbst 2008 rauscht die Wirtschaft in den Keller - Insolvenzen, Pleiten, Kurzarbeit, Armut und soziale Ausgrenzung. Überleben geht oft nur mit mehreren Kleinjobs. Viele Erwerbslose fallen aus der Statistik.
Die Analysen werden immer genauer, der Befund ist längst eindeutig: Misslungen ist der Versuch, mit harter Hand gegen Arbeitslose, den harten Kern der Erwerbslosigkeit zu knacken. Ökonomen verordnen Deregulierung. Doch genau dieses Konzept ist mit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise gescheitert. Vergleicht man den letzten mit dem vorletzten Boom, so gab es ohne Hartz IV weniger Langzeitarbeitslose. Menschen fallen aus der Arbeitslosen-Statistik, sie werden aufgestockt, ausgesteuert oder in perspektivlosen Warteschleifen geparkt.

Der Niedriglohnsektor war politisch gewollt. Der Sozialstaat wurde geschrumpft.
Der Arbeitsmarkt wurde an den Rändern dereguliert. Es entstand ein prekärer Arbeitsmarkt. Anders als von Politikern erwartet, wurden Rekordgewinne durch Billiglöhne nicht re-investiert, sondern eingestrichen oder verzockt. Dies ist sicher nicht die einzige, aber eine wesentliche Ursache für die Pleiten, Kurzarbeit, Armut und soziale Ausgrenzung. Überleben geht oft nur mit mehreren Kleinjobs, viele Erwerbslose fallen aus der Statistik. Dafür werden Arme, Erwerbslose und prekär Beschäftigte selbst verantwortlich gemacht, wirkliche Konzepte fehlen. "Wir kippen nicht um", sagt die Bundesregierung.

Mehr soziale Freiheit wagen!

Es reicht nicht, Giftzähne von Hartz IV zu ziehen - ein kundenorientiertes Jobcenter ist utopischer als ein adäquates Grund- bzw. Mindesteinkommen. Vertreter der Agenda 2010 bedauern Fehlentwicklungen, halten aber an der Bedarfsprüfung fest. Förderung bleibt vielfach auf der Strecke. Undurchdringlich bleibt der Dschungel aus Kombilohn und Arbeitspflicht, was viel Geld und Ressourcen verschlingt. Durch weniger Bürokratie würde so mehr unten ankommen. Doch würden sich die Menschen bei einem Mindesteinkommen auf die faule Haut legen? Nein, denn das garantierte Mindesteinkommen ermöglicht freiwilliges Engagement und die Menschen können sich leichter für die Gesellschaft engagieren, ehrenamtlich wirken oder auch working poor-Jobs ablehnen. Wer mehr arbeitet, hat in der Summe mehr Geld. Wenn die Arbeitswelt menschlicher wird und die Angst um den Arbeitsplatz nachlässt, dann bricht die Wirtschaft nicht zusammen. Im Gegenteil - überall dort, wo Menschen gerne etwas leisten, nimmt die Produktivität zu.

Daher: Mit guten Ideen aus der Krise - Existenzgeld, bessere Bildung und mehr Freiheit, statt Druck und Strafen. Ein garantiertes Grund- bzw. Mindesteinkommen.

Zur Person:

- geboren am 22. Mai 1955 in Offenbach/M.
- aufgewachsen im Kreis Offenbach/Main
- seit 1995 wohne und lebe ich in Obertshausen zusammen mit meiner Frau Cornelia Wicht-Gerhardt, meinen Kindern Lucie (25) und Malte (21), Katze Pia

Was ich mache

- Ausbildung: Studium - Wirtschaftswissenschaften, Betriebsinformatik und Sport in Frankfurt/M., Darmstadt. Promotion (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung).
- Beruf: Wissenschaftlicher Mitarbeiter u.a. am Institut für Sozialforschung und der VHS Offenbach, Wirtschaftspädagoge, freier Sozialwissenschaftler.
- Berufsschullehrer an der Georg-Kerschensteiner-Schule (Berufs- und Berufsfachschule, Berufliches Gymnasium). Personalrat.
- Hobbies: Alles in Bewegung - joggen, schwimmen, Ski- und Snowboard, Radfahren
- Über die Bürgerinitiative „Hände weg von Kreuzloch und Rodauniederungen“ bin ich stärker in die Kommunalpolitik gekommen.
- Politik: seit 1984 Mitglied der GRÜNEN, erst in Offenbach und dann in Obertshausen u.a. zwischen 1997 und 2001 Stadtverordneter; ab 2000 Kreistagsabgeordneter (Schul- und Umweltausschuss), schulpolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion. Zahlreiche Parteifunktionen.

Wofür ich stehe und was mir in der Politik wichtig ist

- Seit nunmehr 25 Jahren bin ich Mitglied der GRÜNEN, die Hälfte davon als Mandatsträger. Ortsverbandsvorsitzender.
- Ich stehe umweltpolitisch für klare Positionen. Kein Flughafenausbau am Airport Frankfurt und kein Ausbau des Fluglandeplatzes Egelsbach. Stoppt Staudinger! Für den Ausbau erneuerbare Energien und für besseren Klimaschutz.
- Co-Sprecher der LAG Bildung Hessen und Mitglied der BAG Bildung.
- Seit 30 Jahren trete ich für ein garantiertes Mindesteinkommen ein. Mehr unter: (www.mindesteinkommen.de und www.Klaus-Uwe-Gerhardt.de)

Ich kandidiere, weil …

- Grüne aus Hessen in Berlin Flagge und Profil zeigen müssen.
- Politik ausdauernde, streitbare und zähe Leute braucht.
- es ein Reiz ist, gegen den CDU-Direktkandidaten, ein FRAPORT Lobbyist, anzutreten.
- ich bundespolitische Themen besetzen kann (Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik).
- ich für glaubhafte, realistische und verlässliche Politik stehe.
- ich meine Erfahrungen und Kompetenzen auch in der Bundespolitik gut einbringen kann.

Homepage:
www.mindesteinkommen.de

Weitere Websites:

Weitere Infos:
Kein Einzug in den Bundestag